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09.04.2014
Für wohnortnahe Altglascontainer

Im Rahmen meiner Bürgersprechstunde und auch per eMail erreichten mich zahlreiche Anfragen zu den auch in unserem Kiez abgebauten wohnortnahen Altglascontainern. Ohne Vorwarnung hat das Duale System Deutschland (DSD) seine Altglas-Sammelmethode vom Hol- zum Bringsystem umgestellt. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Marzahn-Hellersdorf, aber auch aus den Nachbarbezirken Lichtenberg und Treptow-Köpenick, müssen nun weitere Wege zu zentralen Altglascontainern zurücklegen. Die seit Jahren bewährte Holmethode in unmittelbarer Wohnortnähe war hingegen weitaus verbraucherfreundlicher. Als Ihr Abgeordneter für Kaulsdorf-Nord engagiere ich mich mit der CDU Fraktion Berlin für die Wiedereinführung  wohnortnaher Altglascontainer.


Bis vor kurzem standen auch in unserem Stadtbezirk die Altglascontainer der Dualen System Deutschland GmbH (DSD) in der Großsiedlung in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser. Mit Verweis auf die von der Glasindustrie bemängelte Qualität des Berliner Altglases hat das DSD in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick leider Ende 2013 die wohnortnahen Container entfernt. Im Umkreis von rund 300 Metern um den nächsten Depotcontainer dürfen demnach keine Tonnen im Holsystem mehr angeboten werden. Seit November 2013 wurde die Anzahl der Tonnen daher von über 14.500 auf nur noch 7.000 reduziert. Vor allem für unsere älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten Mitbürger stellt dieser Zustand ein großes Problem dar. Die Wege zu den zentralen Sammel-Iglus sind häufig viel zu weit.

Die bedauerliche Folge dieser Umstellung ist daher, dass viele Bewohner ihr Altglas nun leider in den Restmülltonnen entsorgen, um den Gang zu den Sammelcontainern zu vermeiden. Aktuelle Erkenntnisse haben gezeigt, dass nicht das Sammelsystem für die mangelnde Qualität des Altglases ausschlaggebend ist, sondern die vorherrschenden Bedingungen, die beispielsweise zu Fehleinwürfen oder einer erhöhten Bruchglasbildung führen.

Die Abschaffung der wohnortnahen Sammelcontainer ist daher der falsche Weg. Im Interesse einer besseren Qualität des Altglases sollte das verbraucherfreundliche Holsystem besser optimiert werden. Dies soll beispielsweise durch eine verbesserte Kennzeichnung der Glasbehälter, kleinere Einwurflöcher und Schließvorrichtungen, eine ausreichend häufige, schonende und sortengetrennte Leerung sowie das Aussortieren von Fremdstoffen sichergestellt werden. Gemeinsam mit der CDU Fraktion Berlin engagiere ich mich für die Wiederaufstellung der wohnortnahen Altglascontainer.

In einem gemeinsamen Antrag hat daher die CDU Fraktion Berlin unter der Überschrift  „Bewährte Berliner Altglassammlung sichern: Hoftonnen stadtweit erhalten, Sammelqualität verbessern, Öffentlichkeitsarbeit verstärken“ den Senat aufgefordert, die Container in den Bezirken Marzahn- Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick wieder aufzustellen sowie das aktuelle Angebot an Sammelbehältern in den anderen Berliner Stadtbezirken nicht weiter einzuschränken. Weiterhin haben wir den Senat aufgefordert, eine Beibehaltung und Optimierung der haushaltsnahen Berliner Altglassammlung zu verfolgen sowie die mit dem DSD vereinbarte Erstellung eines Gutachtens zur Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Laufe des Jahres 2014 intensiv zu begleiten. Dem Berliner Abgeordnetenhaus ist regelmäßig über den Stand der gutachterlichen Begleitung und die erreichten Zwischenstände zu berichten. Den vom Parlament beschlossenen Antrag können Sie hier im Wortlaut detailliert nachlesen.

Als Ihr Abgeordneter für Kaulsdorf-Nord werde ich mich weiterhin für die bürgerfreundlichen wohnortnahen Altglascontainer einsetzen und Sie gerne an dieser  Stelle auf dem Laufenden halten.


aktualisiert von Alexander J. Herrmann, 20.06.2014, 13:40 Uhr
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